Zweck oder Selbstzweck

Überlegungen zu den erzieherischen Absichten, die mit dem Kampfsport verbunden werden

  • Jürgen Funke-Wieneke
Schlagworte: Bewegungsdialog, Erziehung, Erziehungstheorie, Ideologiekritik, Interaktionismus, Milieupädagogik, Therapie, Kampfsport

Abstract

Wer Kampfsport treibt, wird dadurch nicht gewalttätiger, sondern sanfter, gelassener und lernt mit eigenen Gewaltregungen und Angriffen Anderer in einer friedfertigen Weise umzugehen. Deshalb kann Kämpfen lernen präventiv als erziehliche Maßnahme gelten und kurativ als Therapeutikum vor allem bei jugendlichen GewalttäterInnen eingesetzt werden. Diese breit vertretene Meinung aus Sportpraxis und Sportwissenschaft wird hier ideologiekritisch und erziehungstheoretisch anhand vorliegender empirischer Ergebnisse und Praxisberichte untersucht. Es wird argumentiert, dass die kontroversen Auffassungen des pädagogischen Funktionalismus und des pädagogischen Intentionalismus aufgehoben werden sollten in einer milieupädagogischen, interaktionistischen und bewegungsdialogischen Perspektive und dass nicht zuletzt die beispielhafte Person von kaum zu überschätzender Bedeutung bei allen Ansätzen dieser Art ist.

Veröffentlicht
2019-05-21
Zitationsvorschlag
Funke-Wieneke, J. (2019). Zweck oder Selbstzweck. Journal of Martial Arts Research, 2(4), 13. https://doi.org/10.15495/ojs_25678221_24_121
Rubrik
JOMAR | Reprints